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Wie Sie Premium-Gäste mit Elektroauto gewinnen und mit Ladeinfrastruktur Geld verdienen

vor 3 Std.

Der Fahrer eines Elektroautos wählt eine Unterkunft sehr oft nach einem einzigen Kriterium: Kann das Auto vor Ort tatsächlich geladen werden? Es geht nicht um eine Aussage in der Objektbeschreibung oder um ein Verlängerungskabel aus der Garage. Es geht um die Gewissheit, dass der Gast bei später Anreise am Abend das Auto anschließen kann, morgens mit vollerem Akku losfährt und nicht improvisieren muss.

Das ist besonders im Premium-Segment wichtig. Unter EV-Nutzern gibt es viele Besitzer von Fahrzeugen aus dem oberen Preissegment: Tesla, BMW, Mercedes, Audi oder Porsche. Ein solcher Gast gibt in der Regel mehr für das Zimmer, Gastronomie und Zusatzleistungen aus. Gleichzeitig ist seine Toleranz für Unklarheiten gering. Wenn ein Objekt Lademöglichkeiten angibt und sich vor Ort herausstellt, dass damit nur eine normale 230-V-Steckdose gemeint ist, ist das Risiko einer negativen Bewertung bei Google oder auf Buchungsportalen sehr hoch.

Warum es nicht reicht, einfach den Filter Ladestation hinzuzufügen

Viele Hoteliers beginnen damit, auf OTA anzugeben, dass das Objekt Lademöglichkeiten hat. Das ist nachvollziehbar, aber das Problem ist, dass große Portale meist nicht die Details zeigen, die für EV-Fahrer entscheidend sind.

Der Gast möchte wissen:

  • wie viele Ladepunkte es gibt,
  • welche Leistung sie haben,
  • ob es AC oder DC ist,
  • welche Anschlüsse verfügbar sind,
  • ob das Laden für Hotelgäste garantiert ist,
  • ob eine App, eine RFID-Karte oder eine vorherige Reservierung des Stellplatzes nötig ist,
  • was es kostet und zu welchen Bedingungen.

Wenn diese Informationen fehlen, geht der Premium-Kunde oft kein Risiko ein. Er wählt ein Objekt, das die Parameter klar und glaubwürdig kommuniziert.

230 V ist keine Infrastruktur, sondern eine Quelle von Problemen

Eine normale Steckdose mag wie eine günstige Einstiegslösung wirken, erfüllt in der Praxis aber selten die Erwartungen der Gäste. Laden mit 230 V ist langsam, organisatorisch oft umständlich und vermittelt kein Gefühl von Sicherheit. Für das Hotel bedeutet es außerdem mehr Fragen an der Rezeption, ein höheres Risiko von Missverständnissen und einen schwierigeren Ablauf.

Die häufigsten Folgen, wenn nur eine Steckdose angeboten wird:

  • Enttäuschung bei der Ankunft,
  • schwache Bewertungen trotz gutem Standard der Unterkunft selbst,
  • Konflikte um den Zugang zum Parkplatz,
  • zusätzliche Belastung des Personals durch Absprachen,
  • kein Wettbewerbsvorteil, obwohl das Objekt formal Lademöglichkeiten hat.

Wenn ein Hotel wirklich EV-freundlich sein will, sollte es an Destination Charging denken, also an eine Ladelösung, die ruhig über Nacht oder über mehrere Stunden Standzeit funktioniert. Genau hier bewähren sich Wallboxen am besten.

Worin investieren: Wallbox 11 oder 22 kW

Für die meisten Hotels, Pensionen und Apartments sind AC-Ladegeräte mit 11 oder 22 kW der beste Einstiegspunkt. Das ist eine kostenmäßig vernünftige Lösung und gut auf den Charakter eines Übernachtungsaufenthalts abgestimmt.

Warum eine Wallbox geschäftlich sinnvoll ist

  • Die Ladezeit passt zum Aufenthalt – der Gast schläft, isst zu Abend, nutzt das Spa oder ist in einem Meeting.
  • Die Installation ist einfacher als bei schnellen DC-Ladegeräten.
  • Die Einstiegskosten sind niedriger, sodass sich die Rendite der Investition leichter berechnen lässt.
  • Das Objekt wirkt professionell und glaubwürdig in den Augen des Premium-Kunden.
  • Man kann mit 1–2 Ladepunkten beginnen und die Infrastruktur mit der Nachfrage ausbauen.

In einer Pension oder einem kleineren Objekt reicht oft eine gut beschriebene Wallbox. In einem Stadthotel oder Resort sollte man besser gleich an mindestens zwei Ladepunkte denken, um Situationen zu vermeiden, in denen ein belegter Platz den Verkauf einer weiteren Buchung blockiert.

Wie man den ROI berechnet, statt die Ladestation nur als Kostenpunkt zu sehen

Der häufigste Fehler ist, eine Ladestation ausschließlich als technische Ausgabe zu betrachten. Für ein Beherbergungsobjekt ist sie ein Vertriebsinstrument.

EV-Infrastruktur kann auf mehrere Arten gleichzeitig Geld verdienen:

  • sie erhöht die Zahl der Buchungen von Gästen, die das Objekt sonst gar nicht in Betracht gezogen hätten,
  • sie steigert den Anteil wohlhabenderer Kunden,
  • sie verlängert den Aufenthalt und erhöht den Verkauf von Zusatzleistungen,
  • sie verbessert die Wettbewerbsfähigkeit an einem Standort, an dem das Ladeangebot noch schwach ist,
  • sie unterstützt Direct Booking, also Direktbuchungen.

In der Praxis ist ein gewonnener Premium-Gast ohne Vermittler oft mehr wert als der scheinbar sparsame Verzicht auf die Investition. Wenn der durchschnittliche Aufenthaltswert Übernachtung, Restaurant, Parkplatz und Zusatzleistungen umfasst, wird die Ladestation zu einem Element, das den gesamten Warenkorb in Gang setzt.

Achtung bei rechtlichen und steuerlichen Fragen

Hier sollte man vorsichtig vorgehen. Ein Hotel möchte grundsätzlich nicht in die Rolle eines klassischen Verkäufers von Strom geraten, weil das Abrechnung und Dokumentation komplizierter macht. In vielen Fällen ist operativ eine sicherere Lösung:

  • eine pauschale Gebühr für Premium-Parken,
  • das Laden in einen höheren Zimmerstandard einzurechnen,
  • das Laden ausgewählten VIP-Gästen gratis anzubieten,
  • die Leistung als Bestandteil eines Aufenthaltspakets zu behandeln.

Die Details sollte man mit Steuerberater und Rechtsberater abstimmen, denn das Abrechnungsmodell hängt von der Gestaltung der Leistung, der Art des Objekts und der Rechnungsstellung ab. Es ist besser, das von Anfang an richtig aufzusetzen, als den Prozess später unter dem Druck von Reklamationen korrigieren zu müssen.

Wie man das Laden so kommuniziert, dass es verkauft

Die Installation allein reicht nicht. Der Gast muss schon vor der Buchung eine klare Botschaft bekommen.

Geben Sie auf der Website des Objekts konkrete Informationen an:

  • die Anzahl der Ladepunkte,
  • die Leistung 11 oder 22 kW,
  • den Steckertyp,
  • die Verfügbarkeitsregeln,
  • den Preis oder die Information, dass die Leistung inbegriffen ist,
  • die Art der Stellplatzreservierung,
  • Fotos der Geräte und des Parkplatzes.

Das sind Kleinigkeiten, aber genau sie schaffen Vertrauen. Ein EV-Fahrer möchte nicht drei E-Mails schreiben, um herauszufinden, ob vor Ort wirklich geladen werden kann.

Warum die Direktbuchung hier besonders wichtig ist

Große Buchungsportale helfen bei der Reichweite, haben aber zwei Einschränkungen. Erstens verlangen sie meist 15–20 % Provision. Zweitens erlauben sie es nicht, die Parameter der Infrastruktur gut darzustellen. Und für EV-Fahrer sind technische Details wichtiger als die Reihenfolge der Zimmerfotos.

Deshalb kann das Laden ein hervorragendes Argument sein, um Nachfrage von OTA zu Direct Booking zu verlagern.

Die Vorteile sind konkret:

  • Keine Provision auf Direktbuchungen,
  • mehr Kontrolle über Kommunikation und Angebot,
  • die Möglichkeit, Premium-Pakete mit Parkplatz und Laden zu verkaufen,
  • weniger Missverständnisse bei der Ankunft,
  • bessere Kundendaten und eine höhere Chance auf Wiederkehr.

Für viele Objekte liegt genau hier der größte Ertrag. Nicht in der Ladegebühr selbst, sondern darin, den Wert der Buchung zu übernehmen, der sonst an den Vermittler gegangen wäre.

Wie ChargeAndSleep für Unternehmen helfen kann

Wenn Sie EV-Fahrer erreichen möchten, reicht ein Eintrag auf einem allgemeinen Portal oft nicht aus. Sie brauchen Sichtbarkeit an einem Ort, an dem der Nutzer eine Unterkunft gezielt nach Lademöglichkeiten sucht.

Auf ChargeAndSleep.com kann ein Hotel im Rahmen des Premium-Pakets:

  • seine Ausstattung in den Augen der Community verifizieren,
  • Ladeparameter zeigen, die EV-Fahrer wirklich interessieren,
  • das Objekt als glaubwürdig und auf Gäste mit Elektroauto vorbereitet hervorheben,
  • einen Book Direct / Direkt buchen-Button hinzufügen, der auf die eigene Hotelwebsite führt,
  • Traffic von Kunden gewinnen, die sich bereits für ein Objekt mit Lademöglichkeit entschieden haben.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu klassischen OTA. Dort konkurriert das Hotel vor allem über Preis und Fotos. Hier kann es mit der Qualität der Infrastruktur, der Transparenz der Informationen und Vertrauen gewinnen.

Womit man in der Praxis anfangen sollte

Man muss nicht am ersten Tag eine große Installation bauen. Ein vernünftiger Plan sieht meist so aus:

  1. Prüfung der Anschlussleistung und der technischen Möglichkeiten des Objekts.
  2. Auswahl von 1–2 Wallboxen mit 11/22 kW.
  3. Festlegung eines einfachen Abrechnungsmodells.
  4. Vorbereitung einer klaren Kommunikation auf der Website und in den Verkaufsunterlagen.
  5. Eintragung des Objekts an Orten, an denen EV-Fahrer tatsächlich nach Unterkünften suchen.
  6. Beobachtung von Auslastung, Bewertungen und dem Anteil der Direktbuchungen.

Eine gut umgesetzte EV-Infrastruktur ist kein modisches Extra. Sie ist ein praktisches Instrument, um Premium-Kunden zu gewinnen, das Gästeerlebnis zu verbessern und die Marge zu erhöhen.

Wenn Sie prüfen möchten, wie Sie Ihr Objekt EV-Fahrern glaubwürdig präsentieren können, ohne Provisionen an Vermittler abzugeben, lohnt sich ein Gespräch mit dem ChargeAndSleep-B2B-Team. Wir helfen dabei zu bewerten, wie die Infrastruktur präsentiert, die Ausstattung verifiziert und der Direkt buchen-Pfad so eingerichtet werden kann, dass das Laden wirklich für das Ergebnis des Objekts arbeitet.

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